Kräutersalz mit Lavendel

Kräutersalz selbst gemacht

Kräutersalz selbst gemacht – aromatisch, vielseitig und einfach herzustellen

Kräutersalz ist eine einfache Möglichkeit, frische oder getrocknete Kräuter länger zu nutzen und Speisen mit wenig Aufwand mehr Aroma zu geben. Ob Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, Thymian oder Oregano: Viele Küchenkräuter lassen sich gut mit Salz kombinieren.
Selbstgemachtes Kräutersalz eignet sich nicht nur für den eigenen Vorrat. Hübsch abgefüllt ist es auch eine schöne kleine Geschenkidee.

Warum Kräutersalz selbst herstellen?

Wer Kräutersalz selbst macht, entscheidet selbst, welche Kräuter und welches Salz verwendet werden. Fertige Gewürzmischungen enthalten manchmal weitere Zutaten wie Zucker, Aromen oder Zusatzstoffe. Bei einer selbst hergestellten Mischung ist dagegen genau bekannt, was im Glas steckt.
Ein weiterer Vorteil: Kräuter aus dem eigenen Garten, vom Balkon oder aus dem Kräutertopf können auf diese Weise verarbeitet werden. Besonders dann, wenn im Sommer mehr Kräuter wachsen, als direkt verbraucht werden können, ist Kräutersalz eine praktische Möglichkeit zur Vorratshaltung.
Das Salz dient dabei nicht nur zum Würzen. Es entzieht den Kräutern Feuchtigkeit und trägt dadurch zur Haltbarkeit bei. Wichtig ist trotzdem, dass die Mischung ausreichend trocken ist, bevor sie längere Zeit aufbewahrt wird.

Kräutersalz

Welche Salzsorten eignen sich?

Für Kräutersalz kann normales Speisesalz verwendet werden. Auch Meersalz oder Steinsalz sind geeignet.
Grobes Salz hat den Vorteil, dass es sich gut mit Kräutern vermischen lässt und optisch sehr ansprechend wirkt. Wer ein feineres Kräutersalz bevorzugt, kann die vollständig getrocknete Mischung anschließend kurz in einer Küchenmaschine, Gewürzmühle oder einem Mörser zerkleinern.
Sehr grobe Mischungen eignen sich auch für eine Gewürzmühle.

Frische oder getrocknete Kräuter?

Beides ist möglich.
Mit getrockneten Kräutern ist die Herstellung besonders unkompliziert. Die Zutaten werden einfach miteinander vermischt und können anschließend direkt abgefüllt werden.
Frische Kräuter bringen häufig ein intensiveres und frischeres Aroma mit. Sie enthalten jedoch viel Wasser. Deshalb ist bei dieser Variante das sorgfältige Trocknen besonders wichtig.
Bleibt zu viel Feuchtigkeit in der Mischung, kann das Salz verklumpen und die Haltbarkeit wird deutlich schlechter.

Welche Kräuter eignen sich?

Viele bekannte Küchenkräuter können verwendet werden. Besonders gut geeignet sind zum Beispiel:

Petersilie schmeckt frisch und mild und passt zu Gemüse, Kartoffeln, Suppen und Salaten.
Schnittlauch besitzt ein leicht zwiebelartiges Aroma und eignet sich besonders für Eiergerichte, Kartoffeln und Kräuterquark.
Rosmarin ist deutlich kräftiger. Er passt gut zu Kartoffeln, Gemüse und mediterranen Gerichten.
Thymian harmoniert mit Gemüse, Tomatengerichten, Suppen und Hülsenfrüchten.
Oregano eignet sich besonders für mediterrane Speisen, Pizza, Tomatensoßen und Gemüsegerichte.
Bärlauch bringt im Frühjahr ein kräftiges, knoblauchartiges Aroma in das Salz.
Auch Basilikum, Majoran, Liebstöckel oder Dill können verwendet werden. Interessant sind außerdem Mischungen aus mehreren Kräutern.

Ein einfaches Grundrezept mit frischen Kräutern

Als Grundregel können Sie etwa 2 bis 2,5 Teile Salz auf 1 Teil frische Kräuter verwenden. Das genaue Verhältnis kann je nach Kräuterart und gewünschtem Geschmack etwas variieren.

Für ein Kräutersalz benötigt man nur wenige Zutaten:
230 g Salz
etwa 100 g frische Kräuter

Die Kräuter zunächst gründlich waschen. Danach müssen sie sehr sorgfältig getrocknet werden. Am besten legt man sie zunächst auf ein sauberes Küchentuch und tupft sie zusätzlich trocken.
Anschließend werden die Kräuter fein gehackt und gründlich mit dem Salz vermischt.
Die Mischung kann nun auf einem Backblech ausgebreitet werden. Sie sollte so lange trocknen, bis sie vollständig trocken ist und sich keine feuchten Kräuterstückchen mehr darin befinden.
Wer einen Backofen verwendet, trocknet die Mischung bei etwa 40–50 °C für 1 bis 3 Stunden im Backofen. Damit die Feuchtigkeit gut entweichen kann, die Ofentür einen Spalt offenlassen, zum Beispiel mithilfe eines Kochlöffels. Alternativ kann die Mischung an einem warmen und trockenen Ort langsam trocknen.
Erst wenn das Kräutersalz wirklich trocken ist, wird es in saubere und ebenfalls vollständig trockene Gläser gefüllt.

Ein einfaches Grundrezept mit getrockneten Kräutern

100 g Salz
10–20 g getrocknete Kräuter

Die getrockneten Kräuter sollten möglichst fein zerkleinert werden. Dann einfach mit dem Salz gründlich vermischen und in ein trockenes, gut schließendes Glas füllen. Ein zusätzliches Trocknen ist normalerweise nicht nötig, wenn die Kräuter wirklich vollständig getrocknet sind.

Beliebte Mischungen mit getrockneten Kräutern

Die Mengenangaben beziehen sich auf vollständig getrocknete Kräuter.
Mediterran: 100 g Salz + 4 g Rosmarin + 4 g Thymian + 4 g Oregano
Kräutergarten: 100 g Salz + 5 g Petersilie + 4 g Schnittlauch + 3 g Dill
Für Kartoffeln und Gemüse: 100 g Salz + 5 g Petersilie + 3 g Rosmarin + 3 g Thymian
Bärlauchsalz: 100 g Salz + 10–15 g getrockneter Bärlauch
Suppensalz: 100 g Salz + 5 g Petersilie + 3 g Liebstöckel + 2 g Schnittlauch

Kräutersalz richtig aufbewahren

Damit das selbstgemachte Kräutersalz möglichst lange aromatisch bleibt, sollte es vor allem vor Feuchtigkeit geschützt werden. Ideal ist ein gut verschließbares Glas oder ein anderer sauberer, lebensmittelechter Behälter. Das Salz sollte trocken, eher kühl und vor direktem Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. Auch beim späteren Gebrauch sollte möglichst kein feuchter Löffel in das Glas gelangen. Verändert sich das Salz auffällig, riecht unangenehm oder zeigt sich Schimmel, sollte es nicht mehr verwendet werden. Bei sauberer Herstellung, vollständiger Trocknung und trockener Lagerung ist Kräutersalz in der Regel viele Monate haltbar. Für ein gutes Aroma empfiehlt es sich, es innerhalb von etwa sechs bis zwölf Monaten zu verbrauchen.

Kräutersalz richtig dosieren

Bei Kräutersalz gilt: Es würzt gleichzeitig mit Kräutern und mit Salz. Deshalb sollte man zunächst eher sparsam dosieren.

Besonders gut passt Kräutersalz zu: Kartoffeln und Ofengemüse, Salaten, Suppen, Kräuterquark und Dips, Eierspeisen, Tomaten, Grillgemüse sowie vielen mediterranen Gerichten.

Eine kleine Prise kann häufig schon ausreichen.

Selbstgemachtes Kräutersalz als Geschenk

Kräutersalz als Geschenk

In einem kleinen Schraubglas oder Gewürzglas ist Kräutersalz ein schönes Mitbringsel.

Ein Etikett kann neben dem Namen der Mischung auch das Herstellungsdatum enthalten. Noch hilfreicher ist ein kurzer Hinweis, wozu das Salz besonders gut passt.

So wird aus wenigen Zutaten ein persönliches Geschenk aus der eigenen Küche.

Fazit

Kräutersalz lässt sich mit einfachen Mitteln selbst herstellen. Es hilft dabei, Kräuter zu verarbeiten und bringt gleichzeitig mehr Abwechslung in die Küche.

Entscheidend für eine gute Haltbarkeit sind saubere Arbeitsgeräte, trockene Kräuter und eine trockene Lagerung. Wer diese Grundregeln beachtet, kann viele unterschiedliche Kräutermischungen ausprobieren und ganz nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen.