Hagebutten

Die Hagebutte

Die Hagebutte – kleine Frucht mit großer Wirkung

Wenn im Herbst die leuchtend roten Früchte der Wildrosen an Hecken und Wegrändern erscheinen, beginnt die Zeit der Hagebutten. Die Früchte der Hundsrose sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ausgesprochen nährstoffreich. Besonders bekannt sind sie für ihren hohen Gehalt an Vitamin C.

Seit Jahrhunderten geschätzt

Die Hagebutte wird schon seit vielen Jahrhunderten als Nahrungs- und Heilpflanze genutzt. Bereits in der Antike waren ihre Früchte bekannt. In der traditionellen Volksmedizin wurden Hagebutten unter anderem in der Erkältungszeit sowie bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt.

Auch heute werden sie gern zu Tee, Mus, Marmelade, Pulver oder Öl verarbeitet.

So sieht die Hagebutte aus

Hagebutten sind meist leuchtend rot und etwa ein bis zwei Zentimeter groß. Unter ihrer glatten, festen Schale befindet sich das Fruchtfleisch mit zahlreichen kleinen Nüsschen, die häufig als Samen bezeichnet werden.

Diese Nüsschen sind von feinen Härchen umgeben. Viele kennen sie noch aus Kindertagen als „Juckpulver“, denn sie können auf der Haut einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Bei der Verarbeitung frischer Hagebutten empfiehlt es sich deshalb, Handschuhe zu tragen und Kerne sowie Härchen sorgfältig zu entfernen.

Je nach Verwendung können die Früchte frisch verarbeitet oder die Schalen schonend getrocknet werden.

Was steckt in der Hagebutte?

Besonders bemerkenswert ist der hohe Vitamin-C-Gehalt. Daneben enthält die Hagebutte unter anderem Carotinoide, Flavonoide, Lycopin, Vitamin E, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Viele dieser Pflanzenstoffe wirken als Antioxidantien. Sie helfen dabei, die Zellen vor sogenannten freien Radikalen zu schützen.

Was kann die Hagebutte für die Gesundheit tun?

Für das Immunsystem:
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Gerade in der kalten Jahreszeit sind Hagebuttentee oder Hagebuttenmus deshalb sehr beliebt.

Für die Gelenke:
Hagebuttenpulver wird häufig bei Gelenkbeschwerden eingesetzt. Untersuchungen deuten darauf hin, dass bestimmte Inhaltsstoffe bei Arthrose möglicherweise dazu beitragen können, Beschwerden zu lindern.

Für die Verdauung:
Die enthaltenen Ballaststoffe unterstützen eine normale Darmfunktion und können zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.

Für die Haut:
Carotinoide, Vitamin C und Vitamin E spielen unter anderem beim Schutz und bei der Erhaltung gesunder Haut eine Rolle. Aus den kleinen Nüsschen wird außerdem Hagebuttenkernöl gewonnen, das besonders in der Hautpflege geschätzt wird.

Gibt es etwas zu beachten?

Hagebutten werden in üblichen Mengen meist gut vertragen. Größere Mengen, insbesondere von Hagebuttenpulver oder konzentrierten Zubereitungen, können jedoch bei empfindlichen Menschen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall verursachen. Als Lebensmittel lässt sich die Hagebutte vielseitig verwenden – und bringt dabei ein Stück Herbst direkt aus der Natur auf den Tisch.

Rezepte

Hagebutten können auf verschiedene Weise verwendet werden. Sie können getrocknet, zu Saft oder Mus verarbeitet oder als Tee aufgebrüht werden.

Hagebuttenmus

Hagebuttenmus ist reich an Vitamin C und Antioxidantien, was es zu einem starken Immunbooster und einem Helfer bei der Förderung der Gelenkgesundheit macht.

Rezept

Ganze Hagebutten in einen Topf geben und so viel Wasser darauf geben bis der Boden bedeckt ist. Etwas Zitronensaft zugeben.
Topf mit einem Deckel verschließen und die Hagebutten zum Kochen bringen und 20 Minuten leicht köcheln. Anschließend die Hagebuttenmasse durch ein Sieb streichen.
Im Kühlschrank hält sich das Hagebuttenmus einige Tage.

Hagebuttentee

Hagebuttentee

Hagebuttentee kann das Immunsystem stärken. Er wirkt abführend, fiebersenkend und leicht harntreibend. 

Zubereitung

Trockene Hagebutten zerkleinern, 2 Teelöffel mit heißem Wasser übergießen und abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen.

Hagebuttenmarmelade

Hagebuttenmarmelade, reich an Vitamin C und Antioxidantien, unterstützt das Immunsystem und bietet gesundheitliche Vorteile für die Haut und die Verdauung. Ihr einzigartiger, säuerlich-süßer Geschmack macht sie zu einer köstlichen Bereicherung für Frühstücksspeisen und Desserts.

Rezept

500 g Hagebutten entkernen. Einmalhandschuhe nicht vergessen. Hagebutten in einen Topf geben, 100 ml Apfelsaft und 300 g Gelierzucker 2:1 zufügen. Unter ständigem Rühren mindestens 4 Minuten kochen. Anschließend in Gläser abfüllen.

Hagebuttenöl

Hagebuttenöl kann für einen schönen Teint sorgen, gegen Unreinheiten der Haut helfen und der Haut Feuchtigkeit spenden.

Rezept

Eine Handvoll getrocknete Hagebuttenschalen in 250 ml Trägeröl wie z.B  Mandel-, Jojoba- oder Sonnenblumenöl einlegen und einige Wochen in einem verschließbaren Gefäß ziehen lassen. Ab und zu schütteln. Dann das Öl durch einen Filter in eine dunkle Flasche abfüllen und an einem dunklen und kühlen Ort lagern.

Fazit

Die Hagebutte ist mehr als nur eine einfache Frucht; sie ist ein Kraftpaket an Nährstoffen mit vielfältigen heilenden Eigenschaften. Von der Unterstützung der Gelenkgesundheit bis hin zur Stärkung des Immunsystems kann die Hagebutte in vielen Formen genutzt werden. Während sie für die meisten Menschen sicher ist, sollten diejenigen mit bestimmten gesundheitlichen Bedingungen vor der Anwendung einen Arzt konsultieren.